Was kommt nach Industrie 4.0? Gute Frage!


Industrie 5.0 setzt auf „erklärbare AI“ mit komplexen Schlussfolgerungen

Die Entwicklung des maschinellen Lernens ermöglicht unzählige Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), beispielsweise den Einsatz von autonomen Systemen in Fahrzeugen. Diesen Neuerungen begegnen wir aber eher mit Skepsis – wir haben (noch) kein Vertrauen – da sie oft Entscheidungen treffen, die für Menschen nicht erklärbar oder nachvollziehbar sind. Ein besonders vielversprechendes Prinzip, das sich im Zuge der Industrie 5.0 weiterentwickeln wird, ist jenes der „erklärbaren KI“ (explainable AI): Echtes Vertrauen durch einfaches Verstehen, warum welche Entscheidung getroffen wurden.

Künstliche Intelligenz, so wie wir sie heute kennen, basiert überwiegend auf Deep Learning. Hierbei geht es vor allem darum, Muster und Gesetzmäßigkeiten in riesigen Datensätzen zu erkennen. Der nächste Schritt geht nun mehr in die Richtung, Maschinen beizubringen darüber „nachzudenken“, wie sich bestimmte Aktionen und Taten auf Andere (Objekte oder Menschen) in ihrer Umgebung auswirken. Das Konzept der erklärbaren KI bringt Maschinen dazu, autonom Schlussfolgerungen zu ziehen und die Aktionen/Interaktionen anderer Objekte oder Menschen zu antizipieren.

Voraussetzung dafür ist aber ein gewisses Maß an Transparenz, das uns heute jedoch noch fehlt. So werden derzeit Systeme zwar darauf trainiert, Muster, Strukturen und Schemen zu erkennen, wie oder warum die Anwendung zu ihren Schlussfolgerungen kommt, ist dabei für den Anwender oft nicht einfach zu erkennen. Dies wird sich im Zuge der Industrie 5.0 ändern – die KI der Zukunft wird transparent, nachvollziehbar und vor allem erklärbar.


Thesen, Theorien und Gedanken über den Nachfolger der vierten industriellen Revolution gibt es viele. Mit Sicherheit sagen können wir nur, dass die Technologie uns noch zum Staunen bringen wird. Sie wird weiter und weiter in Bereiche vordringen, die wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können und auch hierbei wird der Übergang fließend sein und die Grenzen verschwimmen – ähnlich wie bei bisherigen Entwicklungen. Es wird auch in Zukunft die „Innovatoren“ unter den Unternehmen geben und jene die sich nur schwer von ihren festgefahrenen Prozessen/Traditionen trennen können (Nachzügler).

Egal welchen Weg die Industrie in der Zukunft einschlägt, er sollte auf jeden Fall im Einklang mit der Natur – also ressourcenschonend – passieren.


Autor: Daniel Fallmann, CEO der Mindbreeze GmbH

Daniel Fallmann gründete 2005 Mindbreeze und lebt täglich als CEO den Qualitäts- und Innovationsanspruch vor. Zusammen mit seinem Team legte er bereits in den ersten Jahren den Grundstein für die hoch skalierbare und intelligente Mindbreeze InSpire Appliance. Seine Leidenschaft für Enterprise Search und Machine Learning in einem Big Data Umfeld fasziniert nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Mindbreeze Kunden.

Über Mindbreeze:

Die Mindbreeze GmbH ist ein führender Anbieter von Appliances und Cloud-Services für Information Insight, angewandte künstliche Intelligenz und Wissensmanagement. Die Produkte ermöglichen eine konsolidierte Sicht auf das Unternehmenswissen – unabhängig davon, wo und wie dieses gespeichert ist.

Schreibe einen Kommentar