Studie: Viele Fertigungsunternehmen nutzen die Chancen Service-orientierter Geschäftsmodelle noch nicht

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Die Fertigungsindustrie zeigt sich als digital reife Branche und ergreift die Chancen der Smart Factory. Bei der Umsetzung Service-orienterter Geschäftsmodelle (Servitization) zögern viele Produktionsunternehmen aber noch – vor allem in Deutschland.

IFS-Studie: Viele Fertigungsunternehmen nutzen die Chancen Service-orientierter Geschäftsmodelle noch nicht

Um die digitale Reife von Unternehmen zu ermitteln, hat der global agierende Anbieter von Business Software IFS eine weltweite branchenübergreifende Digital-Change-Studie durchgeführt und die Ergebnisse im Juni 2017 publiziert. Nun veröffentlicht IFS die branchenspezifische Auswertung der Untersuchung für die Fertigungsindustrie.

Ein zentrales Ergebnis der Auswertung: Die globale Fertigungsindustrie scheint insgesamt eine digital reife Branche zu sein. So siedeln 83% der Studienteilnehmer aus diesem Segment die digitale Reife ihrer Unternehmen auf einer Skala von eins bis fünf auf den höchsten drei Stufen an. Auf der niedrigsten Stufe sieht sich kein einziges der befragten Produktionsunternehmen.

IFS-Survey: Smart Factory
IFS-Survey: Smart Factory

Im internationalen Vergleich offenbaren sich aber erhebliche Unterschiede. Am digital reifsten sind die Fertigungsunternehmen in Nordamerika, wo sich 55% auf den beiden höchsten Stufen der Reifeskala sehen. Zum Vergleich: In der EMEA-Region, zu der auch Europa gehört, sind das nur 29%; in der Region Asien-Pazifik sogar nur 21%.

Weniger positiv als bei der digitalen Reife fällt die Selbsteinschätzung der weltweiten Fertigungsbranche bezüglich ihrer Investitionen in die Digitalisierung aus. Zwar sagen 84%, ihre Budgets seien „angemessen“ oder „förderlich“, was zunächst positiv erscheint. Im Vergleich zu den anderen in der Studie untersuchten Branchen sind dies allerdings die niedrigsten Werte.

Als Top-Investitionsgebiet in Sachen Digitalisierung nennen die weltweiten Fertigungsunternehmen Big Data und Analytics. Dennoch nutzen derzeit nur 26% von ihnen Datenanalysen, um Innovationen schneller voranzutreiben. 58% geben an, dass sie gerade damit begonnen haben, Datenanalysen zu nutzen, diese aber noch keinen Wettbewerbsvorteil liefern.


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