Flashback 2015: Fast jedes zweite deutsche Unternehmen ist in der Cloud

Aus dem Jahre 2015: Schon 44 Prozent der deutschen Unternehmen haben produktiv Cloud-Anwendungen im Einsatz. Im Public-Cloud-Bereich geht es meist um Groupware-Anwendungen, VoIP und CRM, Private Clouds finden sich häufig auch noch im Collaboration-, ERP– und Data-Analytics-Umfeld.

2015: ERP aus der Private Cloud

Was kritischere Bereiche wie ERP-Lösungen zur Planung und Steuerung betrieblicher Prozesse angeht, ist die Private Cloud auf dem Vormarsch – 29 Prozent der befragten Unternehmen setzt bereits entsprechende Lösungen ein, weitere zwölf Prozent planen einen entsprechenden Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete für die Private Cloud sind Groupware-Lösungen für E-Mail, Messaging oder gemeinsame Terminkalender sowie Voice over IP und Office-Applikationen.

2018: Nach wie vor ist das ERP aus der Private Cloud beliebt, immer mehr Softwarehersteller bieten aber Ihre Lösung in der Public Cloud an. Gerade kleine Unternehmen freuen sich über dieses Angebot. Der Betrieb von Unternehmenssoftware wird so um einiges einfacher.

2015: Sicherheitsbedenken vs. Security-Services

Kritischere Services und Infrastruktur sind in der Public Cloud nicht stark verbreitet – 60 Prozent der befragten Unternehmen befürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Daten durch Unberechtigte, sobald die Informationen in der Cloud gespeichert sind. Fast jedes zweite Unternehmen hat laut der Studienergebnisse Angst vor einem Datenverlust. Um diesen zu verhindern, wird aber wiederum vermehrt Security aus der Cloud bezogen – 23 Prozent der von Bitkom und KPMG befragten Anwendewr nutzen Security as a Service aus der Cloud, um sich besser vor Cyberattacken zu schützen. Es stellt sich aber die Frage, ob die eigene IT-Abteilung den Schutz vor einem Datendiebstahl besser gewährleisten kann als ein spezialisierter Cloud-Dienstleister. Cloud-Lösungen böten Vorteile, wenn es um Leistungsfähigkeit, Aktualität und Reaktionsgeschwindigkeit gehe.

2018: Security bleibt auch 2018 ein Thema. Anbieter haben mittlerweile ein Charme-Offensive gestartet und sichern den Schutz von Datendiebstahl und Speicherung der Daten in Deutschland zu.

Hybride Installation: ERP onPremises, CRM & Service aus der Cloud

Die Zukunft wird zeigen, wie die ERP-Hersteller auf den Cloud-Trend reagieren werden. ERP-Lösungen werden zukünftig nicht mehr nur onPremises betrieben werden können. Die Zukunft wird ein gemischter (hybrider) Betrieb sein. Das heißt: Kernanwendungen wie die Lagerhaltung der ERP-Lösung wird weiterhin auf den eigenen Servern betrieben, ggf. als private Cloud. Funktionsbereiche im Bereich CRM und Service (Anbindung Außendienst und fahrendes Personal) werden in der public Cloud verfügbar sein. Die Herausforderung für die ERP-Hersteller wird sein eine entsprechende Architektur bereit zustellen, damit diese beiden Systemen in Echtzeit kommunizieren können.

2018: Der Trend zu hybrider Installation ist abgeflaut. Nur wenige Anbieter bieten ERP im gemischten Betrieb an. Weitere Angebote sind auf dem Markt nicht zu erwarten.

Glossar:

On-Premises

On-Premises ist ein Nutzungsmodell für Computerprogramme (Software). Dabei erwirbt der Nutzer ein solches Computerprogramm und betreibt dieses selbst, also auf eigener Hardware. Bei kommerzieller Software zahlt der Nutzer hierbei Lizenzen und ggf. Wartungsgebühren. Er ist somit auch für das IT-Management selbst zuständig. Aktualisierungen der Software, sogenannte Upgrades, werden vom Softwareanbieter zur Verfügung gestellt. Die Software wird auf den Servern des Anwenders installiert. Installations- und nutzungsspezifische Aspekte treffen auch für Programme für reine Einzelplatzrechner zu, in der Regel wird der Begriff On-Premise jedoch meist für Programme verwendet, die mehrbenutzerfähig und netzwerktauglich sind. Die Mehrbenutzerfähigkeit kann sich auf einfaches Sperren einer Datei bei Zugriff eines anderen Nutzers beschränken oder ein komplettes Enterprise Resource Planning mit vielseitigen Kommunikationsmöglichkeiten und Einzelmodulen umfassen.

Quelle: Wikipedia

Alternative zu On-Premises: On-Demand

Eine Alternative zur On-Premises-Nutzung von Software ist das sogenannte On-Demand-Modell, bei dem der Softwareanbieter diese über das Internet anbietet und gegen Entgelt eine dynamische bedarfsabhängige Nutzung gewährt. Das Software-Modell On-Premises bekommt besonders auf dem Markt der Kollaborationssoftware Konkurrenz durch gehostete Lösungen. Allerdings lassen sich mit Cloud Computing immer mehr Anwendungen als SaaS (engl.: Software as a Service) bereitstellen. Bekannte Beispiele für SaaS sind die Mail- und Office-Lösungen von Google oder Microsoft. Bei der Nutzung von SaaS ist eine Begrenzung auf Anwendungssoftware oder serverseitige Anwendungen durch den Einsatz von Virtualisierungssoftware oder Remote-Lösungen (z. B. Remote Shell) nicht gegeben, so lassen sich z. B. auch Betriebssysteme als Service bereitstellen.

Die Software-Modelle On-Premises, On-Demand und SaaS beinhalten sowohl kommerzielle als auch frei verwendbare Lösungen. Teilweise sind frei verwendbare Lösungen Angebote mit reduzierter Funktionalität kommerzieller Anbieter.

Quelle: Wikipedia

Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung. Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft - ich spreche aus Erfahrung. Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.