ERP-Interview mit OGS GmbH zum Thema: ERP 2017

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OGS Gesellschaft für Datenverarbeitung und Systemberatung mbH
OGS Gesellschaft für Datenverarbeitung und Systemberatung mbH

ERP-News hat unter bekannten deutschen ERP-Herstellern eine Umfrage zum Thema „ERP 2017“ durchgeführt. Die OGS GmbH aus Koblenz, Rheinland-Pfalz, ist Hersteller der ERP-Software-Lösung OGSiD ERP und sieht sich als ein Software- und Beratungsunternehmen. Mit den eigenentwickelten Branchenpaketen bedient OGS überwiegend die Baustoffindustrie, die Nahrungs-und Genussmittelindustrie und den Handel. Neue Standbeine in den Bereichen RFID für die Geräteverwaltung, Industrie 4.0-Lösungen und Software für den Tunnelbau erweitern das Spektrum des Angebotes.

Auf unsere 5 Fragen zum Thema ERP 2017 gibt uns Rainer KressGeschäftsführer der OGS GmbH Antworten.

5 Fragen an OGS zum Thema ERP 2017

Frage 1: Warum sollte man 2017 Ihre ERP-Lösung einsetzen?

Rainer Kress: Weil die OGSiD Branchenlösungen schlicht alles bieten, was erfolgreiche Firmen benötigen. Der Funktionsumfang ist bereits im Standard sehr hoch. Trotzdem können wir unsere Produkte individualisieren und auf die Kundenwünsche und- abläufe passgenau ausrichten. Und da wir unsere Software selbst entwickeln, sind wir in der Lage, Modifikationen bis hin zu Kernapplikationen durchzuführen und diese auch releasefähig zur Verfügung zu stellen.

Unsere Kunden schätzen unsere Branchenerfahrung und die Kommunikation auf Augenhöhe.


Frage 2: Wird 2017 Industrie 4.0 und IoT für Ihr Unternehmen und Ihre ERP-Lösung ein Thema sein?

Rainer Kress: Industrie 4.0 ist heute schon ganz vorne auf unserer Entwicklungsliste. Modernste Informations- und Kommunikationstechnologien werden mit den klassischen industriellen Abläufen vereint. Durch die Übernahme unseres langjährigen Partners SSB, der unter anderen im Bereich der Maschinendatenauslesung und –verarbreitung erfolgreich tätig ist, bieten wir ein solides Fundament für den Einsatz und Betrieb von Industrie 4.0 Lösungen an. Zudem wurden auch schon erste Kundenprojekte zu Industrie 4.0 erfolgreich umgesetzt.

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Frage 3: Wird man 2017 noch ERP-Lizenzen kaufen oder nur noch Abos abschließen?

Rainer Kress: 2017 wird man sicherlich noch Lizenzen käuflich erwerben können, aber es wird einen Trend hin zum Abo geben, da er auch von den Softwareanbietern ganz klar forciert wird. Flexibilität bei der Finanzierung, also gleichbleibende Kosten für Software, Wartung und Support und dazu noch eine sichere Cloud-Lösung, Skalierbarkeit bei der User-Anzahl und eine gewisse Unabhängigkeit vom Softwarehaus- das alles sind attraktive Gründe für ein Abo. Der Lebenszyklus einer eingesetzen Software wird allerdings aktuell immer länger.

Laut der aktuellen Trovarit-ERP- Zufriedenheitsstudie stieg 2016 das durchschnittliche Alter der ERP-Installationen erneut auf 10,2 Jahre (2014: 8,9 Jahre). Ich denke die Anbieter haben am Ende mehr Vorteile dadurch als die Anwender, sprich mehr Profit. Wir werden unseren Kunden weiterhin die Wahl lassen.


Frage 4: Kommt 2017 nach MobileCRM nun MobileERP?

Rainer Kress: Viele ERP-Lösungen lassen sich in Teilbereichen bereits heute mobil nutzen: Vom Manager, der auf einer Geschäftsreise die wichtigsten Unternehmenskennzahlen checkt, vom Vertriebler, der beim Kunden vor Ort auf seinem Tablet Artikelinfos einsieht und eine Bestellung eingibt oder vom Versandmitarbeiter, der die Ware, die er kommissionieren möchte mit einem Handgerät scannt. Für einen baustoffproduzierenden Kunden haben wir z.B. eine App entwickelt, die er seinen Kunden zur Verfügung stellt, damit diese direkt von der Baustelle aus mit ihren Smartphones Materialabrufe tätigen können. Die Zukunft sind unserer Ansicht nach rollenbasierte Apps, also intuitiv bedienbare Oberflächen, die auf die konkreten Anforderungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen perfektioniert werden.


Frage 5: Was wird 2017 die wichtigste ERP-Funktion (in Ihrem Produkt) sein?

Rainer Kress: 2017 werden wir mit der Entwicklung unseres neuen Releases OGSiD 11 beginnen, welches eine Fülle neuer Funktionen bereithalten und ein breites Entwicklungsspektrum widerspiegeln wird. Da wollen wir aber noch nicht zu viel verraten. Wobei unsere Kunden natürlich schon im Bilde sind und aktiv mitgestalten. Die Integration von autonomen Systemen wird aber neben dem Ausbau des Funktionsumfangs ganz sicher ein Thema sein: Wir werden „mitdenkende“ Funktionen etablieren, die den Anwender sinnvoll unterstützen. Diese werden in der Lage sein, proaktiv Warnfunktionen, Erinnerung, oder sogar Prozesse auszulösen. Ziel dieses Ansatzes ist es, einen Dialog zwischen ERP-System und Anwender herzustellen.


Das Interview wurde schriftlich mit Rainer KressGeschäftsführer der OGS GmbH geführt. Über Rainer Kress selbst:

Rainer Kress Jahrgang 71, Collegeabsolvent Bachelor of Arts in Nebraska USA. Ehemaliger Junioren-Nationalspieler sowie Spieler in einer Highschool- und Collegemannschaft im Basketball. Langjähriger Regionalliga Spieler und Trainer in Koblenz-Horchheim und Lahnstein und bis heute passionierter Basketballspieler.
1995 begann seine Karriere bei OGS als Softwareentwickler, dazu kam im späteren Verlauf die Leitung vieler Kundenprojekte und die Nähe hin zur Bestandskundenbetreuung. 2011 übernahm er die Abteilungsleitung und wurde ein Jahr später zum Prokuristen ernannt.
Seit November 2015 ist er neben den Firmengründern Geschäftsführer der OGS.“

Rainer Kress, Geschäftsführer der OGS
Rainer Kress, Geschäftsführer der OGS

Das Bildmaterial wurde von der OGS GmbH zur Verfügung gestellt.


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Matthias Weber

Matthias Weber ist ERP-Experte mit langjähriger Berufserfahrung.

Seit über 14 Jahren bin ich in der ERP-Branche tätig und betreue ERP-Projekt von Anfang an. Marketing, Vertrieb, Beratung & Consulting und Software-Entwicklung von kaufmännischer Software gehört zu meinem Tagesgeschäft – ich spreche aus Erfahrung.

Sie erreichen mich unter matthias.weber[[at]]erp-hero.de oder können weitere Beiträge von mir auf Computerwoche.de lesen.

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